Originalrezepte aus aller Welt

Dein nächstes Gericht beginnt hier.

Recherchiert dort, wo es zu Hause ist.

Deine heutigen Suchwünsche und Filter gehen vor.

ENTDECKUNGSREISE 01 · JAPAN

Japan beginnt mit Reis.

Eine Grundtechnik, zwei Anwendungen. Entdecke, wie aus japanischem Reis eine Reisschale oder Onigiri wird.

Die drei Stationen entdecken
  1. 01Gohan
  2. 02Gyūdon
  3. 03Onigiri
Alle 105 Rezepte im Archiv Über unsere Quellen

Planungswerte für die Originalmenge. Vorbereitung und Beilagen am Rezept.

Hakata-Tonkotsu-Ramen
← Archiv
🇯🇵 Japan · Ramen / Nudelsuppe / Yatai-Küche · JAP-007

博多豚骨ラーメン

Hakata-Tonkotsu-Ramen

📍 Japan · Fukuoka · Hakata; Wurzeln in Kurume⏱ ca. 15 Std. (ca. 2½ Std. aktiv)🍽 6 große Schalen
Herkunft & Originalquellen
Küche
Japan
Verortung dieser Fassung
Japan · Fukuoka · Hakata; Wurzeln in Kurume
Originalname
博多豚骨ラーメン
Quellensprachen
Japanisch

Die dokumentierte Fassung und ihre Einordnung stehen im Quellennachweis.

1 Originalquelle ansehen

Was dazugehört

1 Die Quelle der Authentizität

Der Prototyp des Tonkotsu-Ramen entstand 1937 am Kurume-Yatai Nankin Senryō. Die milchig-weiße Brühe wird auf einen Kochunfall 1947 am Yatai Sankyū zurückgeführt: Schweineknochen kochten lange bei starker Hitze weiter, Fett und Gelatine emulgierten. Kurume ist damit die historische Wurzel; Hakata und Nagahama prägten später die Kombination mit ultradünnen, geraden, wasserarmen Nudeln und dem schnellen Nachschlag Kaedama. Das Geheimnis ist eine echte Emulsion durch stundenlanges kräftiges Kochen – nicht Milch, Sahne oder Mehl.

2 Zutaten

Weiße Tonkotsu-Brühe – Zielmenge ca. 2,4 Liter

  • 2000 g Gespaltene Schweine-Röhren- und Knieknochen (豚げんこつ, buta genkotsu)
  • 1000 g Schweine-Rücken- oder Halsknochen (豚背骨, buta sebone)
  • 500 g Gespaltene Schweinefüße (豚足, tonsoku)
  • 7000 ml Kaltes Wasser (für den Hauptansatz)
  • 6000 ml Kochendes Wasser (zum laufenden Auffüllen, nach Bedarf)
  • 300 g Gelbe Zwiebeln (halbiert)
  • 60 g Knoblauch (ganze geschälte Zehen)
  • 100 g Grüne Teile von japanischem Langlauch (長ねぎ, naganegi)

Tonkotsu-Shio-Tare – ca. 150 ml

  • 60 ml Japanische helle Sojasauce (薄口醤油, usukuchi shōyu)
  • 60 ml Fischsauce (ナンプラー, nam pla)
  • 20 ml Echter Mirin (本みりん, hon mirin)
  • 15 g Knoblauch (quer halbiert)
  • 3 g Getrockneter Kombu
  • 4 g Mononatriumglutamat (うま味調味料)

Chāshū

  • 750 g Schweinebauch am Stück (ohne Schwarte)
  • 150 ml Sake
  • 150 ml Japanische dunkle Sojasauce (濃口醤油, koikuchi shōyu)
  • 300 ml Wasser
  • 75 g Weißer Zucker
  • 30 g Frischer Ingwer (in Scheiben)
  • 15 g Knoblauch (angedrückt)
  • 80 g Grüne Teile von japanischem Langlauch (naganegi)
  • 8 ml Neutrales Pflanzenöl

Extrem dünne Hakata-Nudeln – 6 Portionen

  • 500 g Japanisches Ramenmehl oder starkes Weizenmehl
  • 135 ml Kaltes Wasser (27 % Hydration)
  • 10 g Feines Salz
  • 8 g Kansui-Pulver (かんすい; alkalisches Nudelsalz)
  • 5 g Eiweißpulver
  • 5 g Vitales Weizengluten

Klassische Garnitur

  • 15 g Getrocknete Mu-Err-Pilze (木耳, kikurage)
  • 100 g Feine Frühlingszwiebeln (sehr dünne Ringe)
  • 60 g Eingelegter roter Ingwer (紅生姜, beni shōga; optional)
  • 12 g Gerösteter weißer Sesam (optional)
  • 6 Blätter Geröstetes Nori (klein, optional)

Spezialzutaten weiterverwenden

Genau belegte Zutatenverbindungen, auch für optionale Varianten und Beilagen. Vollständige Zutaten und Mengen im jeweiligen Rezept prüfen.

Koikuchi-Shōyu
  • Chāshū: Japanische dunkle Sojasauce · 濃口醤油, koikuchi shōyu

Weitere Rezepte mit dieser Zutat:

Usukuchi-Shōyu
  • Tonkotsu-Shio-Tare – ca. 150 ml: Japanische helle Sojasauce · 薄口醤油, usukuchi shōyu

Weitere Rezepte mit dieser Zutat:

Hon-Mirin
  • Tonkotsu-Shio-Tare – ca. 150 ml: Echter Mirin · 本みりん, hon mirin

Weitere Rezepte mit dieser Zutat:

Sake
  • Chāshū: Sake

Weitere Rezepte mit dieser Zutat:

Nam pla · thailändische Fischsauce
  • Tonkotsu-Shio-Tare – ca. 150 ml: Fischsauce · ナンプラー, nam pla

Weitere Rezepte mit dieser Zutat:

Getrockneter Kombu
  • Tonkotsu-Shio-Tare – ca. 150 ml: Getrockneter Kombu

Weitere Rezepte mit dieser Zutat:

Geröstetes Nori
  • Klassische Garnitur: Geröstetes Nori · klein, optional

Weitere Rezepte mit dieser Zutat:

3 Zubereitung

  1. Knochen wässern: Knochen gründlich abspülen und 2–4 Std. in kaltem Wasser wässern; Wasser mindestens zweimal wechseln. Genkotsu und Schweinefüße vom Metzger spalten lassen.
  2. Brühe reinigen: Knochen mit frischem Wasser bedecken, 20 Min. kräftig blanchieren und das Wasser wegschütten. Jeden Knochen und den Topf sauber schrubben; Blut und dunkle Gerinnsel vollständig entfernen.
  3. Emulsion aufbauen: Gereinigte Knochen mit 7 Litern Wasser offen stark sprudelnd kochen. Nach anfänglichem Abschäumen 8–10 Std. wallend weiterkochen, stündlich rühren und immer nur kochendes Wasser nachfüllen.
  4. Aromaten spät zufügen: Zwiebeln, Knoblauch und Lauchgrün für die letzten 2 Std. zugeben. Weiche Knochenbestandteile vorsichtig aufbrechen und weiterkochen, bis die Brühe undurchsichtig elfenbeinweiß und klebrig ist.
  5. Auf 2,4 Liter einstellen: Erst grob, dann fein passieren; nicht durch ein Tuch entfetten. Auf 2,4 Liter reduzieren oder mit kochendem Wasser ergänzen. Zum Lagern im Eisbad rasch abkühlen.
  6. Salz-Tare kochen: Usukuchi, Nam Pla, Mirin, Knoblauch, Kombu und MSG aufkochen, 10 Min. klein simmern, abkühlen und abseihen. Pro Schale zunächst 20 ml, höchstens etwa 25 ml verwenden.
  7. Chāshū formen: Schweinebauch eng aufrollen, binden und in Öl rundum kräftig anbräunen. Überschüssiges Fett abgießen.
  8. Chāshū schmoren: Sake, Koikuchi, Wasser, Zucker, Ingwer, Knoblauch und Lauch zufügen. Mit Papierdeckel 90 Min. sanft garen und regelmäßig drehen. Im Sud abkühlen, mindestens 3 Std. kühlen und sehr dünn schneiden.
  9. Nudelwasser herstellen: Salz und Kansui in 135 ml Wasser lösen. Mehl, Eiweißpulver und Gluten mischen; Flüssigkeit langsam einarbeiten, bis sandig-krümelige Stücke entstehen. Kein zusätzliches Wasser zufügen.
  10. Nudeln walzen: Krümel 20–30 Min. ruhen lassen, fest pressen, mehrfach laminieren, auf 1,0–1,2 mm walzen und 1,1–1,3 mm breit schneiden. In sechs Portionen à etwa 110 g teilen.
  11. Garnitur vorbereiten: Kikurage quellen lassen, harte Ansätze entfernen, 1 Min. blanchieren und haarfein schneiden. Frühlingszwiebeln schneiden und Chāshū in wenig heißem Sud erwärmen.
  12. Brühe re-emulgieren: Brühe vor dem Servieren mehrere Minuten kräftig aufkochen und homogen rühren. Sie muss kochend heiß und geschlossen weiß sein; Fett nicht abschöpfen.
  13. Schalen bauen: Vorgewärmte Schale mit 20–25 ml Tare füllen. 110 g Nudeln separat 30–60 Sek. kochen, sehr gründlich abtropfen und mit 330–350 ml Brühe einsetzen.
  14. Hakata-typisch vollenden: Je Schale 2–3 dünne Chāshū-Scheiben, Kikurage und Frühlingszwiebel auflegen. Beni Shōga, Sesam und Nori sparsam beziehungsweise am Tisch anbieten; sofort servieren.
  15. Kaedama anbieten: Zusätzliche 100–110 g Nudeln frisch garen, abtropfen und in die heiße Restbrühe geben; mit 5–10 ml Tare nachwürzen. Keine vorgekochten kalten Nudeln verwenden.

Bild: eigene KI-generierte Illustration des Gerichts.